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Wo Mittelständlern bei Umweltinnovationen der Schuh drückt
Hohe Kosten werden von mittelständischen Unternehmen als größtes Hemmnis bei Umweltinnovationen genannt. Im Rahmen einer Studie von KfW Research maßen 74 % der befragten Mittelständler den Kosten von Umweltinnovationen eine mittlere bis hohe Bedeutung bei. Aber auch weitere wirtschaftlichkeitsbezogene Hemmnisse treten vergleichsweise häufig auf: So bewerten 64 % der Umweltinnovatoren Unsicherheiten über wirtschaftlichen Erfolg als von Bedeutung und 55 % nennen entsprechend lange Amortisationszeiten.
An zweiter Stelle der am häufigsten genannten Hemmnisse steht Unsicherheit über zukünftige gesetzliche Rahmenbedingungen, der 66 % der Unternehmen mit Umweltinnovationen Bedeutung beimessen. Weitere bürokratische Hürden, wie Gesetzgebung, Regulierungen und Normen, sowie langwierige Planungs- und Genehmigungsverfahren werden von 56 bzw. 57 % der Unternehmen als Hemmnisse von Bedeutung benannt.
Auch kompetenzbezogene Hemmnisse spielen eine wichtige Rolle. So geben 56 % der Umweltinnovatoren an, dass der Mangel an qualifiziertem Fachpersonal eine Herausforderung darstellt; damit zählt dieses Hemmnis zu den häufiger genannten und belegt Rang 6 unter den abgefragten Faktoren. Im Gegensatz dazu wird ein fehlendes technologisches oder anwendungsbezogenes Know-how im eigenen Unternehmen erheblich seltener als relevantes Problem wahrgenommen: Nur 37 % der Befragten stufen diesen Aspekt als Hemmnis von Bedeutung ein. Auch der Mangel an Finanzierungsmöglichkeiten wird von deutlich weniger Unternehmen als Hemmnis wahrgenommen; hier sind es „nur“ 41 %.