pro Ruhrgebiet
Die über 350 Mitgliedsunternehmen aus allen Branchen und die persönlichen Mitglieder fühlen sich dem Ruhrgebiet verbunden und übernehmen Verantwortung für
diese bedeutende europäische Region. Mit dieser Unterstützung realisiert Informieren Sie sich hier über den Aufbau und die Struktur von AktuellesSo sehen Ruhrgebietsunternehmen die Metropole Ruhr jetzt und in ZukunftUnternehmen an der Ruhr vertrauen in das Potential der Region: Das Ruhrgebiet ist eine Region mit Profil und Identität und der Kraft und dem Willen zur Veränderung. Die Befähigung, Veränderungsprozesse gestalten zu können, hat diese Region unter Beweis gestellt. Und dass das so ist, begründen sie mit der Mentalität der Menschen, die hier leben und arbeiten – offen, ehrlich, zupackend und geübt in der Fähigkeit, Umbruchsituationen zu bewältigen. Und ja, diese Menschen haben in ihrem Willen zur Veränderung einen Wandel erreicht und regionale Stärken ausgebildet, die der Region ihr Profil geben. Lesen Sie weiter in der nachfolgenden Pressemitteilung. Pressemitteilung 11. Mai 2012.doc Das sind die Bürger des Ruhrgebiets 2012
Sternekoch Berthold Bühler, Patron der Residence in Essen und Volleyballjugendtrainer Klaus Bast sind die „Bürger des Ruhrgebietes 2012“. Die Ehrung findet am 30. Mai 2012 im Stadion des Deutschen Fußballmeisters 2012 statt. Mit der Auszeichnung „Bürger des Ruhrgebiets 2012“ würdigt pro Ruhrgebiet Berthold Bühler, den Pionier der Spitzengastronomie an der Ruhr, der mit seiner Leidenschaft für Perfektion und Qualität in Küche und Service der Region überregionale Strahlkraft auf der Landkarte der besten Restaurants Deutschlands verleiht. Berthold Bühler ist durch den Vorstand des Vereins pro Ruhrgebiet zum „Bürger des Ruhrgebiets 2012“ nominiert worden ist. Der zweite Neubürger, Klaus Bast, ist aufgrund einer öffentlichen Ausschreibung zum Thema „Herausragende Verdienste um den Jugendbreitensport“ von einer Jury unter Vorsitz von NRW Sportministerin Ute Schäfer bestimmt worden. Die Besonderheit des Engagements von Klaus Bast ist zweifelsohne die Konstanz, da er sich über einen so langen Zeitraum von fast 50 Jahren für den Jugendbreitensport in Essen und im Ruhrgebiet engagiert hat. „Mit Klaus Bast ehren wir ein Lebenswerk“, das war die einhellige Meinung der Jury. „Und wir ehren einen Menschen, der sich um die soziale Förderung der Jugendlichen verdient macht hat. Sport lehrt Verantwortung, Fairness und Teamgeist. Klaus Bast vermittelt Lebensbildung“, wie es die Ministerin in ihrer Würdigung auf den Punkt bringt. Geehrt und gefeiert werden die neuen „Bürger des Ruhrgebiets 2012“ am 30. Mai 2012 in den heiligen Hallen des „Deutschen Fußballmeisters 2012“, im Stadion von Borussia Dortmund. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte in der beigefügten Pressemitteilung.
PM Bürger des Ruhrgebietes 2012.pdf Berthold Bühler kl.jpg P1010791.JPG 12. Juni 2012 - Veranstaltung "Schlaganfall - NEIN" in Duisburg
Schlaganfall ist ein Notfall! Nur wer die Symptome und Risiken eines Schlaganfalls kennt, kann im Erstfall richtig handeln. Voraussetzung für eine rettende Behandlung ist die unverzügliche Einweisung in eine neurologische Stroke Unit. Die Metropole Ruhr ist dafür bestens aufgestellt: zwischen Hamm und Moers, Wesel und Hattingen gibt es 26 solcher Schlaganfallstationen.
SCHLAGANFALL – NEIN!
Mit dieser Veranstaltung möchten wir dafür sensibilisieren, dass schnelles und richtiges Handeln Leben retten und dauerhafte Schäden vermeiden kann. Und wir wollen mit in einen Diskurs eintreten, wie durch gezielte betriebliche Prävention der Schlaganfallgefahr begegnet werden kann: aus Verantwortung für die Gesundheit der Mitarbeiter, im Wettbewerb um Arbeitskräfte angesichts des demographischen Wandels und im Wissen um die Tatsache, dass sich gezieltes betriebliches Gesundheitsmanagement auf die Motivation der Beschäftigten und auf das Betriebsklima positiv auswirkt.
Dienstag, 12. Juni 2012, 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr Wir diskutieren mit Medizinern und Experten für betriebliches Gesundheitsmanagement und besichtigen die Stroke Unit vor Ort.
Über Ihre Teilnahme und Ihre Diskussionsbeiträge würden wir uns freuen. Gern können Sie diese Einladung auch an jene weiterleiten, die in Ihrem Unternehmen für die Fragen des betrieblichen Gesundheitsmanagements zuständig sind.
Antwort 12.06.2012.pdf Die Ruhrolympiade mit dem Jugendförderpreis des Vereins pro Ruhrgebiet startet im JuniDurch den Neuzuschnitt konzentriert sich die Ruhrolympiade nunmehr auf olympische Sportarten und auf die elf Städte und vier Kreise des Ruhrgebiets. Sie ist ein tolles Angebot für die Jugend in der Metropole Ruhr und bietet beste Möglichkeiten zum sportlichen Wettkampf und zur Begegnung bei einem vielfältigen Rahmenprogramm. Sie findet vom 6. bis zum 10. Juni in Duisburg statt. Damit ist ab 2012 auch die weitere Verleihung des begehrten und mit 5000 Euro dotierten Jugendförderpreises sichergestellt. Mit ihm zeichnen wir seit dem Jahr 1994 hoffnungsvolle Sporttalente aus, die über die Ruhrolympiade nicht selten den Sprung in die nationale oder internationale Spitzenklasse schafften. Unter den bisherigen Preisträgern waren später im Erwachsenenbereich so erfolgreiche Athleten wie Kanu-Weltmeister Jonas Ems, Fecht-Vize-Weltmeister Andre Weßels oder Ringer-Europameister Mirko Englich. Daher gilt die Zugehörigkeit zu einem Leistungskader der Fachverbände als wichtiger Qualifikations-Nachweis. Pro Ruhrgebiet freut sich über die 13 Bewerbungen. Die Jury, in der unter anderem die Sportchefs der Ruhrgebietszeitungen sowie als Vorsitzender der Segel-Olympiasieger Prof. Dr. Harro Bode, stellvertretender Vorsitzender von pro Ruhrgebiet zusammenarbeiten, bewertet nicht nur die Leistungen im Rahmen der Ruhrolympiade, sondern auch die bisherige sportliche Entwicklung, die Zukunftsperspektiven und die charakterlichen Eigenschaften der Kandidaten. Weitere Informationen http://www.ruhrolympiade.de
Mitmachen: Fotowettbewerb Strukturwandel im Ruhrgebiet auf www.hotspotruhr.de noch bis zum 31. Mai 2012Noch bis zum 31. Mai 2012 , 24:00 Uhr, können sich Hobbyfotografen am Fotowettbewerb zum Thema Strukturwandel unter www.hotspotruhr.de beteiligen. Gefragt ist die eigene ganz persönliche Perspektive. Wie geht das? Unter der Webseite können nach Anmeldung mit Benutzernamen und Passwort maximal 4 Fotos in der Kategorie „Fotowettbewerb“ hochladen werden und die Nutzer des Portals bewerten und sind die Jury. Den Gewinnern winken Preise von 400 bis 100€. Der Sonderpreis des Vereins pro Ruhrgebiet ist mit 200€ dotiert. Weitere Details finden Sie Pressemitteilung.
PM Fotowettbewerb Strukturwandel 1. März 2012 a.doc Denkschrift RuhrAm 5. November 2008 haben rund 400 Bürgerinnen und Bürger symbolisch die RuhrStadt gegründet und den „Aufruf Ruhr" unterschrieben. Inzwischen sind viele hinzugekommen, und die überparteiliche Bürgerschaftliche Initiative RuhrStadt hat eine ausführliche Denkschrift erstellt. Mit dieser Denkschrift werden, vor den anstehenden Landtagswahlen, konkrete Forderungen gegenüber dem Land NRW, dem Regionalverband Ruhr und den Städten des Ruhrgebiets erhoben, um eine bessere Zukunft zu gestalten. DenkschriftRuhrstadtDruckfassung.pdf FAQs zur RuhrStadtAntworten auf häufig gestellte kritische Fragen zu RuhrStadt
1. Führt die RuhrStadt nicht zu einem Moloch von Stadt, der völlig unübersichtlich und bürgerunfreundlich ist? Die bisherigen 53 Städte und ihre Bürgerdienste bleiben erhalten. Allerdings kann man sicher einige Aufgabenbereiche, mit denen der Bürger nichts zu tun hat, vereinfachen und Kosten reduzieren. Das gilt zum Beispiel für die Informationstechnologie oder die Katasterverwaltung. Außerdem werden die Bürger zunehmend online mit ihrer Stadt Kontakt aufnehmen wollen. Auch die Internet-Dienste und Online-Formulare müssen nicht 53mal neu erfunden werden. 2. Werden die Kosten für die Bürger nicht höher und müssen dann Gewerbe- und Grundsteuern sowie kommunale Gebühren steigen? Nein, im Gegenteil. Zurzeit jetzt kämpfen viele Städte im Ruhrgebiet mit der blanken Finanznot. Das wird zwar nicht über Nacht durch RuhrStadt anders werden. Aber RuhrStadt ist eine große Chance, Aufgaben gleichzeitig bürgernah und kosteneffizient wahrzunehmen und zu vermeiden, dass bald nachts die Lichter ausgehen. 3. Wie soll das überhaupt gehen, eine RuhrStadt und daneben 53 Städte? Dass es rechtlich geht, hat das sog. Aachen-Gesetz gezeigt, das insoweit (nur insoweit, weil RuhrStadt eine ganz andere Dimension hat) Vorbild sein kann. Die Aufgaben der vier Kreise Aufgaben gingen überwiegend auf die bisherigen kreisangehörigen Städte (bürgernäher!) über. Die restlichen Kreisaufgaben würden von Ruhrstadt wahrgenommen ebenso wie einzelne gesetzliche Aufgaben der elf kreisfreien Städte. 4. Was bedeutet das: Ruhrstadt als „Stadt der Städte" Die RuhrStadt tritt als Stadt neben die vorhandenen Städte. Sie werden also nicht aufgelöst, sondern bleiben bestehen. RuhrStadt ist damit einem Städteverband, wie z.B. dem jetzigen Regionalverband sehr ähnlich, hat aber doch Stadtcharakter, weil ihre Repräsentanten direkt gewählt sind und weil ihre Selbstverwaltungsaufgaben über die eines Kreises hinausgehen. Insofern wird mit RuhrStadt eine neuartige Struktur geschaffen. Wichtig ist: Ruhrstadt muss als RuhrStadt anders als Kreise und der RVR auf der Landkarte erscheinen, damit die Einheit auch von außen wahrgenommen wird. 5. Haben wir dann neben den Städten und dem Regionalverband Ruhr noch die RuhrStadt? Der RVR geht in RuhrStadt völlig auf. RuhrStadt ist die kommunale Nachfolgegebietskörperschaft für den RVR und übernimmt ihn mit Rechten und Pflichten. 6. Was unterscheidet dann die RuhrStadt vom jetzigen Regionalverband Ruhr? Es ist weniger der Aufgabenzuschnitt, der gegenüber den einzelnen Städten nur geringfügig erweitert werden muss. Denn durch die Neuformulierung der Aufgaben bei der Umwandlung des Regionalverbands Ruhrgebiet in den Kommunalverband Ruhr im Jahre 2004 und dem neuerlichen Übergang der Regionalplanung und der Aufgaben des Regionalrats hat der RVR deutlich an Aufgabengewicht gewonnen. Entscheidend ist vielmehr, dass Ruhrstadt eine direkt gewählte Volksvertretung und und einen direkt gewählten Ersten Bürgermeister erhält. Dadurch werden die gemeinsamen RuhrStadt Belange viel stärker vertreten werden können. Der gewählte Repräsentant kann das Gewicht von 5 Mio Einwohner viel besser ausspielen als es 53 Bürgermeister und Oberbürgermeister oder der Regionaldirektor des RVR können. 7. Wäre es nicht besser, die Städte an der Ruhr würden stärker miteinander kooperieren, dann braucht man keine RuhrStadt mehr? Mehr Kooperation ist selbstverständlich notwendig. Ohne ein gemeinsames Dach, das die Kooperation koordiniert und einzelne auch dazu zwingt, gibt einen Flickenteppich von unterschiedlichsten Kooperationsformen auf unterschiedlichsten Feldern und mit unterschiedlichsten Partnern. Das ist bereits jetzt zu erkennen. Außerdem reicht bei einigen Aufgaben, die überörtlicher und regionaler Natur sind, die Kooperation nicht aus. Hier muss eine einheitliche Aufgabenwahrnehmung gefunden werden. Und Kooperation löst nicht das Problem, dass das politische Gewicht der 5 Mio Einwohner nicht in die Waagschale geworfen werden kann. 8. Was passiert mit den drei Regierungspräsidenten und den zwei Landschaftsverbänden, die sich zurzeit das Ruhrgebiet teilen? Diese Aufspaltung des Ruhrgebiets ist sicher unglücklich. Insofern sind Pläne, eine Verwaltungsreform durchzuführen, zu begrüßen. Die Bildung von RuhrStadt ist davon jedoch nicht abhängig, denn Ruhrstadt ist ausschließlich kommunaler Natur mit selbst gewähltem Ersten Bürgermeister und selbst gewähltem RuhrStadt Parlament. Die Regierungspräsidenten sind dagegen staatliche Verwaltungseinheiten, die Aufgaben des Landes vollziehen. Durch den Übergang der Aufgaben der Regionalplanung und des Regionalrats für das Ruhrgebiet auf den RVR haben sich bezüglich der Regierungspräsidenten die Probleme sogar ein wenig entspannt. Die Aufsicht für den RVR liegt bereits heute bei der Landesregierung, das kann für RuhrStadt so bleiben. Auch die Landschaftsverbände, die Reste der preußischen Provinzialverwaltung sind, bleiben prinzipiell von der Bildung von RuhrStadt unberührt. Im kulturellen Bereich sollte allerdings eine Abgrenzung z.B. bei den Museen der Industriekultur erfolgen. 9. Geht in der RuhrStadt nicht die kulturelle Vielfalt verloren? Nein, im Gegenteil. RuhrStadt ist nur für gemeinsame, über die örtlichen kulturellen Projekte hinausgehende Kulturaufgaben zuständig. Die Kulturhauptstadt Ruhr.2010 zeigt, wie es gemacht wird. Ausgehend davon kann bei bestimmten Themen eine stärkere Kooperation der kulturellen Einrichtungen auch Schließungen vermeiden, die sonst notwendig wären. Die Ruhrmuseen machen es gerade mit einem großen Gemeinschaftsprojekt vor. Ohne das gemeinsame Dach von RuhrStadt wird eine solche intensive Zusammenarbeit auf Dauer aber nicht erreicht werden können. RuhrStadt kann auch besser drauf hinwirken, dass die einzelnen kulturellen Einrichtungen durch eine bessere Abstimmung ein stärkeres Profil gewinnen und damit über die nähere Umgebung hinaus wahrgenommen werden. 10. Wir sprechen von RuhrStadt, Metropole Ruhr und Metropolregion Ruhr. Beißt sich das nicht? RuhrStadt bezieht sich auf die kommunale Verfasstheit und könnte der Name dieser aus dem RVR hervorgehenden kommunalen Einheit sein. Metropole Ruhr ist dagegen ein Begriff der der aus dem planerisch-sozialwissenschaftlichen Bereich kommt und der auf die Metropolenfunktion einer Agglomeration für das Umland hinweist. Metropolregion ist ein Begriff aus der Raumordnung. Die Ministerkonferenz für Raumordnung hat 2006 11 Europäische Metropolregionen festgelegt; RuhrStadt gehört danach zur Metropolregion Rhein-Ruhr. 11. Kann es im Landtag NRW überhaupt eine Mehrheit für die RuhrStadt geben? RuhrStadt richtet sich nicht gegen andere Landesteile von NRW. Vielmehr geht es darum, eine polische Einheit zu schaffen, die auf Dauer betrachtet nicht mehr am Tropf des Landes hängen muss, sondern aus eigener Kraft die Zukunft in die Handnehmen kann. Das muss den politischen Vertretern der anderen Landesteile klar gemacht werden. 12. Die Politiker an der Ruhr wollen doch selbst keine RuhrStadt. Sonst hätten sich die Oberbürgermeister doch schon längst dafür einsetzen können. Jeder macht doch nach wie vor seine Kirchturmpolitik. Da ist leider etwas dran. Offensichtlich spielt eine Rolle, dass die Kommunalpolitiker ausschließlich für ihre jeweilige Stadt als Verantwortliche gewählt sind. Da gönnt man sich leicht mal gegenseitig nichts. Allerdings wird die Finanznot die Städte zu mehr Gemeinsamkeit zwingen. Und weil sich die Politiker so schwer tun, hat sich ja die Bürgerschaftliche Initiative RuhrStadt gebildet. Der Druck kommt jetzt von unten. Das ist das Neue. Dr. Roland Kirchhof FAQs zur RuhrStadt.pdf Prof. Harro Bode - seit über 20 Jahren aktiv bei pro RuhrgebietProf. Harro Bode - seit über 20 Jahren aktiv bei pro Ruhrgebiet
Professor Bode, stellvertretender Vorsitzender des Vereins pro Ruhrgebiet, ist seit dem 25. August 1989 Mitglied im Verein pro Ruhrgebiet und gestaltet bereits seit über 20 Jahren dessen Arbeit aktiv mit: Zunächst von 1990 bis 2006 als Beisitzer im Vorstand und seit Anfang 2007 als 1. Stellvertretender Vorsitzender. Welche Motivation ihn zu diesem nachhaltigen Engagement über die vielen Jahre bis heute antreibt verdeutlicht nachstehendes Interview:
1. Als stellv. Vorsitzender gestalten Sie die Arbeit des Vereins maßgeblich mit - welche Ziele verfolgen Sie in Ihrer Funktion? Prof. H. Bode: Letztlich geht es darum, das Ruhrgebiet wirtschaftlich voranzubringen, um einerseits vorhandene Defizite bei Infrastruktur abzubauen und andererseits das regionale Selbstbewusstsein seiner Bewohner zu stärken. Die Menschen des Ruhrgebiets sind in ihrer Mehrheit sehr zupackend, unprätentiös und weisen eine liberale Gesinnung auf, mit der sie relativ vorurteilsfrei Menschen aus anderen Regionen und Kulturen begegnen. Auch wenn sie von Haus aus über ein gesundes Selbstvertrauen verfügen, so signalisiert die geringe Beachtung, die das Ruhrgebiet in der Wahrnehmung von In- und Ausland erfährt, dass sich die Menschen des Ruhrgebiets mit einer vergleichsweise geringeren Wertschätzung von draußen auseinandersetzen müssen.
Hier gilt es, die Randbedingungen mittelfristig anders zu setzen und über einen erfolgreichen Strukturwandel Fakten zu schaffen, die Bürgersinn und Bürgerstolz verstärken, ohne dabei gleichzeitig in kleingeistiges Konkurrenz- und Abgrenzungsdenken gegenüber anderen Regionen zu verfallen. 2. Was sind Ihre persönlichen Beweggründe für Ihr Engagement im Verein? Prof. H. Bode: Ich lebe und arbeite im Ruhrgebiet, in dem ich auch aufgewachsen und in das ich nach längeren Jahren der Abwesenheit zurückgekehrt bin. Das Ruhrgebiet ist aus ganz unterschiedlichen Gründen gegenüber vielen anderen städtischen Regionen in Deutschland benachteiligt. Beispiele für diese Schlechterstellung sind neben der angespannten Lage bei den Kommunalfinanzen die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosenquote oder die vergleichsweise schlechte Infrastruktur bezüglich des öffentlichen Nahverkehrs. Aus architektonischer Sicht ist das Ruhrgebiet arm an historischer Bausubstanz, weil seine Städte zum einen nie Residenzstädte deutscher Fürsten gewesen sind und vereinzelte mittelalterliche und spätere historische Bausubstanz entweder der Montanindustrie wich oder in den Weltkriegen zerstört wurde. Es gibt also Gründe genug, sich für eine Verbesserung der Situation im Ruhrgebiet einzusetzen.
3. Was bedeutet für Sie das Ruhrgebiet? Prof. H. Bode: Es ist für mich meine Heimat und somit etwas, was die meisten Menschen zu lieben pflegen. Das Wasserwirtschaftsunternehmen Ruhrverband, für das ich verantwortlich bin, sorgt seit vielen Jahrzehnten u. a. durch entsprechende Rohwasserbereitstellung für eine problemlose Trinkwasserversorgung der Menschen im Ruhrgebiet. Daneben dienen unsere Talsperren im Sauerland und Seen wie Kettwiger Stausee, Baldeneysee, Kemnader See, Hengstey- und Harkortsee den Menschen zur Naherholung. Es erzeugt tiefe Befriedigung, sich für das Wohlergehen der Menschen im Ruhrgebiet einsetzen zu dürfen. ProfBode-Interview.pdf |

